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<title>Boxheimer Dokumente</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Boxheimer Dokumente</span></h1>
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<p>Bei den <b>Boxheimer Dokumenten</b> – in der Literatur gelegentlich auch <b>Boxheimer Dokument</b> genannt – handelte es sich um Pläne für eine <a href="Putsch" title="Putsch">gewaltsame Machtübernahme</a> durch Mitglieder der <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a>. Sie wurden am 5. August 1931 vom damals 28-jährigen <a href="Gerichtsassessor" class="mw-redirect" title="Gerichtsassessor">Gerichtsassessor</a> und NSDAP-Funktionär <a href="Werner_Best" title="Werner Best">Werner Best</a> verfasst. Benannt wurden sie nach dem <i>Boxheimer Hof</i> bei <a href="B%C3%BCrstadt" title="Bürstadt">Bürstadt</a>/<a href="Lampertheim" title="Lampertheim">Lampertheim</a>, in dem führende hessische Nationalsozialisten im Sommer 1931 dazu mehrere Beratungen abhielten. Beteiligt waren neben Best der stellvertretende <a href="Gauleiter" class="mw-redirect" title="Gauleiter">Gauleiter</a> <a href="Wilhelm_Wassung_(Politiker)" title="Wilhelm Wassung (Politiker)">Wassung</a>, <a href="Sturmabteilung" title="Sturmabteilung">SA</a>-Stabführer Stavinoga, Wirtschaftsreferent <a href="Wilhelm_Sch%C3%A4fer_(Politiker)" title="Wilhelm Schäfer (Politiker)">Wilhelm Schäfer</a> und der Pächter des Boxheimer Hofes, <a href="Richard_Wagner_(Politiker%2C_1902)" title="Richard Wagner (Politiker, 1902)">Richard Wagner</a>. Die Veröffentlichung der Dokumente schlug in der angespannten innen- und landespolitischen Lage des Herbstes 1931 hohe Wellen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausgangslage">Ausgangslage</h2></div>
<p>Im Herbst 1931 wurde <a href="Weimarer_Republik" title="Weimarer Republik">Deutschland</a> von einer <a href="Minderheitsregierung" title="Minderheitsregierung">Minderheitsregierung</a> unter <a href="Reichskanzler" title="Reichskanzler">Reichskanzler</a> <a href="Heinrich_Br%C3%BCning" title="Heinrich Brüning">Heinrich Brüning</a> (<a href="Deutsche_Zentrumspartei" title="Deutsche Zentrumspartei">Deutsche Zentrumspartei</a>) hauptsächlich mit <a href="Notverordnung" title="Notverordnung">Notverordnungen</a> gemäß <a href="Notverordnung" title="Notverordnung">Artikel 48</a> der <a href="Weimarer_Verfassung" title="Weimarer Verfassung">Weimarer Reichsverfassung</a> regiert. Obwohl diese drakonische Sparmaßnahmen vorsahen und mit ihrer <a href="Deflationspolitik" title="Deflationspolitik">Deflationspolitik</a> die <a href="Weltwirtschaftskrise" title="Weltwirtschaftskrise">Weltwirtschaftskrise</a> noch verschärften, tolerierte die <a href="Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands" title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">SPD</a> Brüning und sein Kabinett, indem sie bei den immer selteneren Sitzungen des <a href="Reichstag_(Weimarer_Republik)" title="Reichstag (Weimarer Republik)">Reichstags</a> regelmäßig gegen die Aufhebung der Notverordnungen stimmte, die von <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a>, <a href="Deutschnationale_Volkspartei" title="Deutschnationale Volkspartei">DNVP</a> oder <a href="Kommunistische_Partei_Deutschlands" title="Kommunistische Partei Deutschlands">KPD</a> beantragt wurden. Die Aufhebung einer Notverordnung hätte zur Auflösung des Reichstags nach Artikel 25 der Reichsverfassung geführt, und von den anschließenden Neuwahlen waren neue Stimmengewinne der NSDAP zu befürchten, die bei den <a href="Reichstagswahl_1930" title="Reichstagswahl 1930">Reichstagswahlen vom September 1930</a> überraschend über 18 % der Stimmen gewonnen hatte.
</p><p>Außer von der Tolerierung im Reichstag war Brüning vom Wohlwollen des Reichspräsidenten <a href="Paul_von_Hindenburg" title="Paul von Hindenburg">Paul von Hindenburg</a> abhängig, der ihn zunehmend drängte, sich von den Sozialdemokraten zu lösen und sich stärker nach rechts zu orientieren. Zu diesem Zweck hatte der Kanzler am 10. Oktober 1931 sein <a href="Kabinett_Br%C3%BCning_II" title="Kabinett Brüning II">Kabinett</a> umgebildet und Reichswehrminister <a href="Wilhelm_Groener" title="Wilhelm Groener">Wilhelm Groener</a> zusätzlich mit dem Innenressort sowie <a href="Hermann_Warmbold" title="Hermann Warmbold">Hermann Warmbold</a>, Aufsichtsrat der <a href="I.G._Farben" title="I.G. Farben">I.G. Farben</a>, mit dem Wirtschaftsministerium betraut. Schon am nächsten Tag hatten aber Nationalsozialisten, Deutschnationale und die republikfeindliche Veteranenorganisation <a href="Stahlhelm%2C_Bund_der_Frontsoldaten" title="Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten">Stahlhelm</a> mit einer <a href="Harzburger_Front" title="Harzburger Front">Großdemonstration in Bad Harzburg</a> gezeigt, dass sie sich durch diesen Rechtsschwenk der Regierung nicht von ihrem Oppositionskurs gegen Brüning und Hindenburg abbringen ließen.
</p><p>Mittelfristig strebte Brüning eine Zusammenarbeit mit der NSDAP an, denn im Frühjahr 1932 stand die <a href="Reichspr%C3%A4sidentenwahl_1932" title="Reichspräsidentenwahl 1932">Wiederwahl Hindenburgs</a> an, der nicht mit den Stimmen der Sozialdemokraten gewählt werden wollte. Das sollten vielmehr die Nationalsozialisten tun, die Brüning gleichzeitig durch eine zunehmende Einbindung in <a href="Koalition_(Politik)" title="Koalition (Politik)">Koalitionen</a> auf Länderebene zähmen wollte. Der Zähmungsplan stammte von Reichswehrminister Groener und seinem Leiter des Ministeramtes <a href="Kurt_von_Schleicher" title="Kurt von Schleicher">Kurt von Schleicher</a>, die gleichzeitig die SA in eine neu einzurichtende <a href="Paramilit%C3%A4r" title="Paramilitär">Miliz</a> einbinden wollten, um so die Rüstungsbeschränkungen des <a href="Friedensvertrag_von_Versailles" title="Friedensvertrag von Versailles">Versailler Vertrags</a> zu umgehen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Voraussetzung für diese Pläne war, dass <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Hitler</a> an seiner <a href="Legalit%C3%A4tstaktik" title="Legalitätstaktik">Legalitätstaktik</a> festhielt, auf die er sich Ende September 1930 im so genannten <a href="Ulmer_Reichswehrprozess" title="Ulmer Reichswehrprozess">Ulmer Reichswehrprozess</a> unter Eid festgelegt hatte: Demnach würden die Nationalsozialisten auf ihrem Weg zur Macht ausschließlich legale Mittel anwenden.
Eine erste Gelegenheit, die Möglichkeiten einer solchen Zähmung zu sondieren, bot die Situation in <a href="Volksstaat_Hessen" title="Volksstaat Hessen">Hessen</a> nach den <a href="Landtag_des_Volksstaates_Hessen#Landtagswahl_1931" title="Landtag des Volksstaates Hessen">Landtagswahlen</a> vom 15. November 1931. Die regierende <a href="Weimarer_Koalition" title="Weimarer Koalition">Weimarer Koalition</a> unter Staatspräsident <a href="Bernhard_Adelung" title="Bernhard Adelung">Bernhard Adelung</a> (SPD) hatte ihre Mehrheit verloren, die Nationalsozialisten lagen mit 37,1 % der Stimmen noch vor der SPD. Da die Kommunisten mit 14,3 % noch vor dem Zentrum drittstärkste Kraft im Lande geworden waren, gab es keine Möglichkeit, eine parlamentarische Mehrheit nur mit demokratischen Parteien zu bilden. Die hessischen Zentrumspolitiker begannen daher mit Billigung des Reichskanzlers Koalitionsverhandlungen mit den Nationalsozialisten.
</p><p>Gegen diesen Zähmungskurs wehrten sich die sozialdemokratischen Innenminister Preußens und Hessens, <a href="Carl_Severing" title="Carl Severing">Carl Severing</a> und <a href="Wilhelm_Leuschner" title="Wilhelm Leuschner">Wilhelm Leuschner</a>. Sie wollten NSDAP und SA nicht integrieren, sondern mit der ganzen Schärfe des Gesetzes als gewalttätig und <a href="Hochverrat" title="Hochverrat">hochverräterisch</a> verfolgen und letztlich verbieten lassen. Das <a href="Republikschutzgesetz" title="Republikschutzgesetz">Republikschutzgesetz</a>, das hierzu eine geeignete Handhabe geboten hätte, war allerdings 1930 in nur abgeschwächter Form erneuert worden, 1932 ließ die Regierung Brüning es ganz auslaufen. Am 17. November 1931 gerieten Leuschner und Severing bei einer Konferenz der Innenminister hart mit Groener aneinander, der statt über den Straßenterror der SA lieber über die zahlenmäßig überwiegenden Gewalttaten von kommunistischer Seite reden wollte. Die SA erwähnte er lediglich als Opfer der kommunistischen „Mordseuche“ und hatte dabei den <a href="Freistaat_Braunschweig" title="Freistaat Braunschweig">braunschweigischen</a> Innenminister <a href="Dietrich_Klagges" title="Dietrich Klagges">Dietrich Klagges</a> (NSDAP) ganz auf seiner Seite. Leuschner und Severing konnten sich mit ihrer Forderung, wenigstens ein allgemeines Uniformverbot per Notverordnung zu erlassen, nicht durchsetzen. Um überhaupt auch gegen die Nationalsozialisten vorgehen zu können, schlug der bayrische Innenminister <a href="Karl_St%C3%BCtzel" title="Karl Stützel">Karl Stützel</a> außerdem vor, „gegen Personen, welche durch ihr Auftreten die Sicherheit des Reiches gefährden“, die <a href="Schutzhaft" title="Schutzhaft">Schutzhaft</a> einzuführen und kommunistische Organisationen wie die <a href="Rote_Hilfe_Deutschlands" title="Rote Hilfe Deutschlands">Rote Hilfe</a> oder die <a href="Revolution%C3%A4re_Gewerkschafts-Opposition" title="Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition">Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition</a> zu verbieten, doch auch er drang nicht durch.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Vielmehr erklärte der Reichsinnenminister am folgenden Tag, es gelte den politischen Radikalismus mit „Mitteln … geistiger und moralischer Art“ zu bekämpfen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Brüning erinnert sich in seinen Memoiren:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Groener war dabei außerordentlich entgegenkommend gegenüber den Nationalsozialisten, um ganz in meinem Sinne bei den Nazis eine günstige Stimmung für die Präsidentenwahl zu schaffen.“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Überlieferung_und_Inhalt"><span id=".C3.9Cberlieferung_und_Inhalt"></span>Überlieferung und Inhalt</h2></div>
<p>Die Originale der Boxheimer Dokumente sind nicht zugänglich, sie befinden sich seit Ende des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> in einem <a href="Moskau" title="Moskau">Moskauer</a> Sonderarchiv.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Best selbst veröffentlichte sie im Mai 1932 mit rechtfertigenden Erläuterungen im Selbstverlag.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Forschungsliteratur zum Thema stützt sich zumeist auf eine 1953 erschienene Dokumentation in der Wochenzeitung <a href="Das_Parlament" title="Das Parlament">Das Parlament</a>, die die ausführliche Presseberichterstattung des Jahres 1931 und 1932 auswertete.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Boxheimer Dokumente bestanden aus Richtlinien für <a href="Notverordnung" title="Notverordnung">Notverordnungen</a> und dem Entwurf eines Aufrufes, der im Fall einer Machtübernahme erlassen werden sollte. Er trug den Titel:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Entwurf der ersten Bekanntmachung unserer Führung nach dem Wegfall der seitherigen obersten Staatsbehörden und nach Überwindung der <a href="Kommunismus" title="Kommunismus">Kommune</a> in einem für einheitliche Verwaltung geeigneten Gebiet.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Best ging bei seinen Plänen von einem kommunistischen Aufstand aus, der die Reichsregierung stürzen würde. Dieser Aufstand sei mit der <a href="Novemberrevolution" title="Novemberrevolution">Novemberrevolution</a> vergleichbar und würde „einen neuen Rechtszustand“ schaffen. Zur Rettung des Volkes müssten bewaffnete nationalsozialistische Gruppen, die Best vage als „<a href="Sturmabteilung" title="Sturmabteilung">SA</a>, Landwehren o.ä.“ beschrieb, die Macht ergreifen und den <a href="Ausnahmezustand" title="Ausnahmezustand">Ausnahmezustand</a> erklären. „SA, Landwehren o.ä.“ sollten die unumschränkte Vollzugsgewalt erhalten. Alle politischen Gegner sollten „vorsorglich“ in unverzüglich einzurichtende Konzentrationslager gebracht werden.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „Widerstand wird grundsätzlich mit dem Tode bestraft“, das galt auch für die Nichtbefolgung der für die „Machtergreifung“ vorgesehenen und vereinzelt bereits vorbereiteten Notverordnungen. Ebenfalls erschossen würden alle, die ihre Waffen nicht binnen 24 Stunden ablieferten und alle Angehörigen des <a href="%C3%96ffentlicher_Dienst" title="Öffentlicher Dienst">öffentlichen Dienstes</a>, die sich an <a href="Streik" title="Streik">Streiks</a> oder <a href="Sabotage" title="Sabotage">Sabotagemaßnahmen</a> beteiligen würden. Zu diesem Zwecke sollten <a href="Standgericht" title="Standgericht">Feldgerichte</a> eingerichtet werden.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„An die Stelle der obersten Staatsbehörden (Ministerien) tritt die Führung der … (SA, Landwehren o.ä.) vertreten durch mich.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Aus dem weiteren Verlauf des Textes geht nicht hervor, wer genau mit dem „mich“ gemeint war. Darüber hinaus sah der Entwurf umfangreiche Enteignungen vor. Sämtliche Lebensmittelvorräte sollten in Listen erfasst und auf Anforderung abgeliefert werden, „jeder Verkauf und jede tauschweise Veräußerung von Lebensmitteln ist verboten“. Alle <a href="Zins" title="Zins">Zins</a>- und <a href="Immobiliarmiete" title="Immobiliarmiete">Mietzahlungen</a> und die in der Wirtschaftskrise sehr häufig gewordenen <a href="Zwangsvollstreckungsrecht" title="Zwangsvollstreckungsrecht">Zwangsvollstreckungen</a> sollten ausgesetzt werden, ein grundsätzliches staatliches Zugriffsrecht auf sämtliches <a href="Eigentum" title="Eigentum">Privatvermögen</a> sollte eingeführt werden: „Es gibt bis zur anderweitigen Regelung kein Privateinkommen mehr“. Außerdem sollte eine allgemeine <a href="Reichsarbeitsdienst" title="Reichsarbeitsdienst">Arbeitsdienstpflicht</a> für alle Deutschen eingeführt werden: „Der Anspruch auf Ernährung … ist von der Erfüllung der Dienstpflicht abhängig“. Da <a href="Juden" title="Juden">Juden</a> vom Arbeitsdienst ausgeschlossen waren, bedeutete dies implizit, dass sie keinerlei Lebensmittel erhalten würden.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bests Formulierungen weisen Parallelen zum ihm bekannten Entwurf einer Notverfassung auf, die <a href="Theodor_von_der_Pfordten" title="Theodor von der Pfordten">Theodor von der Pfordten</a> 1923 entworfen hatte, ein Nationalsozialist, der beim <a href="Hitlerputsch" title="Hitlerputsch">Hitlerputsch</a> von der Polizei erschossen worden war.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Veröffentlichung"><span id="Ver.C3.B6ffentlichung"></span>Veröffentlichung</h2></div>
<p>Im August und September 1931 machte Best die hessische Parteibürokratie und die <a href="Reichsleitung_der_NSDAP" class="mw-redirect" title="Reichsleitung der NSDAP">Reichsleitung</a> der NSDAP mit seinen Plänen bekannt, wo sie aber wegen ihrer mangelnden Umsetzbarkeit auf wenig Interesse stießen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hitlers Stellvertreter <a href="Rudolf_He%C3%9F" title="Rudolf Heß">Rudolf Heß</a> etwa tat sie als „Dummejungenstreich“ ab.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Wilhelm_Sch%C3%A4fer_(Politiker)" title="Wilhelm Schäfer (Politiker)">Wilhelm Schäfer</a>, der an den Beratungen im Boxheimer Hof teilgenommen hatte, hatte sich in der Zwischenzeit von der NSDAP abgewandt. Da er falsche Angaben in seinem Lebenslauf gemacht hatte, war er von Best gedrängt worden, sein Landtagsmandat niederzulegen, seine Wohnung war durch Mitglieder der SA durchsucht worden. Schäfer trat daraufhin aus der Partei aus und übergab die Dokumente am 25. November 1931 dem Frankfurter Polizeipräsidenten Steinberg, angeblich um die zuständigen staatlichen Stellen von den „wirtschaftlich unsinnigen Plänen des Herrn Dr. Best“ in Kenntnis zu setzen.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Schäfers Informationen gaben Innenminister Leuschner Gelegenheit, endlich den staatsfeindlichen Charakter der NS-Bewegung zu belegen. Nach Beratungen mit seinem Mitarbeiter <a href="Carlo_Mierendorff" title="Carlo Mierendorff">Carlo Mierendorff</a> und seinem preußischen Amtskollegen Severing veranlasste er am Nachmittag des 25. November <a href="Durchsuchung_(Recht)" title="Durchsuchung (Recht)">Hausdurchsuchungen</a> bei verdächtigen Darmstädter Nationalsozialisten, die unter anderem eine Durchschrift des Briefs zutage brachten, mit dem Best die Dokumente an die Parteileitung nach München geschickt hatte. Damit war die Echtheit des Materials bestätigt, und Leuschner gab es an die Presse weiter, was ihm den lebenslangen Hass der Nationalsozialisten eintragen sollte.
</p><p>Kurz nach der <a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">Machtergreifung</a> wurde Schäfer in der Nacht zum 17. Juli 1933 im Frankfurter Stadtwald durch vier Revolverschüsse ermordet.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dass Best der Auftraggeber war, lag nahe, doch wurde er im Juli 1950 aus Mangel an Beweisen freigesprochen.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Reaktionen">Reaktionen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Presse">Presse</h3></div>
<p>In der demokratischen Öffentlichkeit und bei den Kommunisten rief das Bekanntwerden der Dokumente einen Sturm der Entrüstung hervor. Von den kommunistischen Zeitungen bis hin zur Parteipresse der konservativen <a href="Bayerische_Volkspartei" title="Bayerische Volkspartei">Bayerischen Volkspartei</a> wurde gefordert, den Verfasser wegen <a href="Hochverrat" title="Hochverrat">Hochverrats</a> vor das <a href="Reichsgericht" title="Reichsgericht">Reichsgericht</a> zu stellen, da er kaum verhohlen den Umsturz der bestehenden staatlichen Ordnung vorbereitet habe.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der sozialdemokratische <a href="Vorw%C3%A4rts_(Deutschland)" title="Vorwärts (Deutschland)">Vorwärts</a> kommentierte am 26. November 1931 unter der Überschrift „Die Blutpläne von Hessen“:<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Regieren heißt für diese Leute, andere erschießen zu lassen. Ihre Phantasie ist ausgefüllt mit Hinrichtungsszenen, Lust an Macht ist für sie gleichbedeutend mit Lust an Mord.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Der Herausgeber der linksdemokratischen <a href="Die_Weltb%C3%BChne" title="Die Weltbühne">Weltbühne</a>, <a href="Carl_von_Ossietzky" title="Carl von Ossietzky">Carl von Ossietzky</a>, bezeichnete die Pläne als „Henkersphantasie eines hessischen Gerichtsassessors“, mit der „die Straße der <a href="Hooligan" title="Hooligan">Hooligan</a>- und Halsabschneiderarmee der SA-Kommandeure ausgeliefert [würde], die jede Opposition als ’Kommune’ blutig unterdrücken“ wolle.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ausland">Ausland</h3></div>
<p>Auch das Ausland wurde aufmerksam. Der britische <a href="Gesch%C3%A4ftstr%C3%A4ger" title="Geschäftsträger">Geschäftsträger</a> in Berlin, Sir <a href="Basil_Cochrane_Newton" title="Basil Cochrane Newton">Basil Newton</a>, meldete ans <a href="Foreign_and_Commonwealth_Office" class="mw-redirect" title="Foreign and Commonwealth Office">Foreign Office</a> nach London, dass die NS-Bewegung offenkundig eine gefährliche <a href="Revolution" title="Revolution">revolutionäre</a> Umgestaltung plane.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der französische Botschafter <a href="Andr%C3%A9_Fran%C3%A7ois-Poncet" title="André François-Poncet">André François-Poncet</a> verband zwar mit dem Skandal, den die Veröffentlichung der Dokumente verursacht hatte, anfänglich die Hoffnung, dass die gefährliche Zähmungspolitik nun beendet würde, zweifelte aber bald an dieser Aussicht. Am 3. Dezember fasste er die Lage für Außenminister <a href="Aristide_Briand" title="Aristide Briand">Aristide Briand</a> zusammen:<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die Boxheimer Affäre hat die Dinge in Deutschland verkompliziert, verschlimmert, verschärft und ein Element mehr zur allgemeinen Ratlosigkeit und Angst beigetragen.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Bereits am 26. November 1931 hatte er befürchtet, es lohne nun nicht mehr, Brüning durch Entgegenkommen in der <a href="Deutsche_Reparationen_nach_dem_Ersten_Weltkrieg#Ende_der_Reparationszahlungen" title="Deutsche Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg">Reparations</a>- und der <a href="Genfer_Abr%C3%BCstungskonferenz" title="Genfer Abrüstungskonferenz">Abrüstungsfrage</a> zu stützen, da ihn Hindenburg bei nächster Gelegenheit durch einen Mann der Rechten ersetzen werde.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Reichsregierung">Reichsregierung</h3></div>
<p>Dennoch sah die Reichsregierung den Fall weniger dramatisch. Einen Tag nach Veröffentlichung der Dokumente verharmloste <a href="Oberreichsanwalt" title="Oberreichsanwalt">Oberreichsanwalt</a> <a href="Karl_August_Werner" title="Karl August Werner">Karl Werner</a> in einem Interview mit der <a href="Telegraphen-Union" title="Telegraphen-Union">Telegraphen-Union</a> (einer <a href="Nachrichten-_und_Presseagentur" title="Nachrichten- und Presseagentur">Presseagentur</a>, die dem DNVP-Vorsitzenden <a href="Alfred_Hugenberg" title="Alfred Hugenberg">Alfred Hugenberg</a> gehörte) die Boxheimer Dokumente: Die in ihnen beschriebenen Gewaltmaßnahmen richteten sich ja gar nicht gegen die gegenwärtige Regierung, sondern gegen mögliche kommunistische Aufständische. Er betonte, er habe die Hausdurchsuchung nicht veranlasst.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Brüning berichtet in seinen Memoiren, er habe Werner eigens angewiesen, die Sache niedriger zu hängen.<sup id="cite_ref-hb463f_23-0" class="reference"><a href="#cite_note-hb463f-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zu einem Verbot der NSDAP kam es nicht.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch im <a href="Reichsministerium_der_Justiz" class="mw-redirect" title="Reichsministerium der Justiz">Reichsjustizministerium</a> war man der Ansicht, dass mit den Dokumenten der Straftatbestand des Hochverrats nicht erfüllt sei, denn er setze „beim Täter den Vorsatz gewaltsam die Regierung zu stürzen“ voraus, und eben nicht bloß kommunistische Putschisten.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Dokumente störten nämlich empfindlich die Koalitionsverhandlungen, die der hessische Zentrumsvorsitzende <a href="Fritz_Bockius_(Politiker)" title="Fritz Bockius (Politiker)">Friedrich August Bockius</a> ausgerechnet mit Best führte, dem führenden hessischen Nationalsozialisten. Die Gespräche scheiterten denn auch: Am 10. Dezember 1931 lehnte das Zentrum eine Regierungsbildung mit den Nationalsozialisten ab, die Regierung Adelung blieb bis 1933 geschäftsführend im Amt.
</p><p>Außerdem drohte Brünings eigene Regierung durch die Dokumente in Gefahr zu geraten. Denn sofort nach Bekanntwerden der Dokumente verlangte die KPD die Einberufung des Reichstags. Sie sah in dem Skandal eine Gelegenheit, die <i>Dritte Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen und zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen</i> vom 6. Oktober 1931 aufheben zu lassen, mit der die Regierung Brüning Gehälter und Renten gesenkt hatte. Im <a href="%C3%84ltestenrat" title="Ältestenrat">Ältestenrat</a> stimmte am 26. November aber nur die <a href="Deutschnationale_Volkspartei" title="Deutschnationale Volkspartei">DNVP</a> für den kommunistischen Antrag, den NSDAP-Abgeordneten war die Sache anscheinend so peinlich, dass sie nicht erschienen waren.<sup id="cite_ref-hb463f_23-1" class="reference"><a href="#cite_note-hb463f-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="NSDAP">NSDAP</h3></div>
<p>Für die NSDAP war die Angelegenheit besonders unangenehm, da ihr Legalitätskurs durch die Veröffentlichung der Boxheimer Dokumente Lügen gestraft wurde. Zunächst behauptete die Parteipresse, die Dokumente seien Fälschungen. <a href="Hermann_G%C3%B6ring" title="Hermann Göring">Hermann Göring</a> beeilte sich am 27. November 1931, in Hitlers Auftrag gegenüber Groener zu beteuern, die Parteiführung habe mit Bests Plänen „nicht das geringste zu tun“ und stehe „nach wie vor auf ihrem oft genug zum Ausdruck gebrachten und beschworenen Kurs strengster Legalität“.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hitler verhielt sich privat Best gegenüber zwar freundlich und nannte ihn scherzhaft einen „Unglücksraben“,<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> distanzierte sich aber öffentlich in einem Interview mit der Auslandspresse am 4. Dezember von den Dokumenten, die er als bloße Privatarbeit bezeichnete. Mit Blick auf die im nächsten Frühjahr anstehende <a href="Reichspr%C3%A4sidentenwahl_1932" title="Reichspräsidentenwahl 1932">Wahl des Reichspräsidenten</a> erklärte er:<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Eine Partei, die mit 15 Millionen rechnen könne, habe es gar nicht erst nötig, einen illegalen Schritt zu unternehmen.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Alle Parteifunktionäre, die sich an Beratungen im Boxheimer Hof beteiligt hatten, wurden kurzfristig suspendiert und gegen sie eine parteiinterne Untersuchung unter Leitung von <a href="Hans_Frank" title="Hans Frank">Hans Frank</a> angestrengt, die ergebnislos verlief. Am 9. Dezember hielt es Hitler für notwendig, jedwede Besprechung über Möglichkeiten und Formen einer nationalsozialistischen Machtergreifung bei Strafe des Parteiausschlusses zu verbieten.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Strafverfolgung">Strafverfolgung</h2></div>
<p>Best selbst wurde vom Staatsdienst suspendiert, am 30. November wurde ein Strafverfahren gegen ihn wegen Hochverrats eröffnet. Leuschner drängte vergebens darauf, die Öffentlichkeit zu den Verhandlungen zuzulassen, da er sich von dem Prozess eine allgemeine Aufklärung über die staatsfeindlichen Ziele der NSDAP erhoffte. Am 12. Oktober 1932 wurde Best vom Reichsgericht in nicht-öffentlicher Sitzung aus Mangel an Beweisen freigesprochen, da die Richter es nicht als erwiesen ansahen, dass mit den Dokumenten ein Plan für einen Umsturz der staatlichen Ordnung vorlag. Best hatte vor Gericht stets betont, dass die Nationalsozialisten erst im Fall eines kommunistischen Aufstands losschlagen würden.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dass Best nach der Machtübernahme der NSDAP die verfassungsmäßige Ordnung einschließlich sämtlicher <a href="Grundrechte" title="Grundrechte">Grundrechte</a> außer Kraft setzen wollte, spielte bei der Entscheidung des Gerichts und bei der staatlichen Reaktion auf die Boxheimer Dokumente offensichtlich keine Rolle.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutung">Bedeutung</h2></div>
<p>Die Boxheimer Dokumente waren keine Blaupause für die tatsächliche <a href="Macht%C3%BCbernahme" class="mw-redirect" title="Machtübernahme">Machtübernahme</a> der Nationalsozialisten, die unter gänzlich anderen Umständen ablief als den von Best skizzierten. <a href="Karl_Dietrich_Bracher" title="Karl Dietrich Bracher">Karl Dietrich Bracher</a> sieht in seiner 1955 erstmals erschienenen Studie über das Ende der Weimarer Republik in Bests Entwürfen dennoch einen wichtigen Beleg für den „radikal <a href="Totalitarismus" title="Totalitarismus">totalitären</a> Kurs“ untergeordneter nationalsozialistischer Funktionäre, die die opportunistischen Legalitäts-Bekundungen der obersten Parteiführung desavouierte.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Erich Eyck hält in seiner 1959 erschienenen Gesamtdarstellung der Weimarer Republik die Boxheimer Dokumente klar für eine Vorbereitung zum Hochverrat und bezeichnet Bests Argumentation vor Gericht, Gewalt solle ja allenfalls gegen aufständische Kommunisten angewandt werden, als einen „längst abgenutzten Trick …, den selbst die politischen ABC-Schützen schon an den Schuhsohlen abgelaufen hatten“.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für <a href="Heinrich_August_Winkler" title="Heinrich August Winkler">Heinrich August Winkler</a> liegt die Bedeutung der Dokumente nicht in der nationalsozialistischen Programmatik oder Strategie, sondern in der Reaktion der bürgerlichen Eliten auf sie. Er vergleicht die „Lässigkeit“, die Reichsregierung und Reichsanwaltschaft gegenüber den nationalsozialistischen Plänen an den Tag legte, mit ihrem Eifer bei der Verfolgung linker Kritiker etwa im zeitgleich stattfindenden <a href="Weltb%C3%BChne-Prozess" title="Weltbühne-Prozess">Weltbühnenprozess</a> und kommt zu dem Schluss:<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die Vorgänge um die Boxheimer Dokumente zeigten, in welchem Maß sich Teile von Justiz und hoher Bürokratie schon lange vor Hitlers ‚Machtergreifung‘ auf den schließlichen Sieg des Nationalsozialismus eingestellt hatten.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Der Historiker <a href="Gerhard_Schulz_(Historiker)" title="Gerhard Schulz (Historiker)">Gerhard Schulz</a> tut Bests Entwurf als „ein verworrenes Dokument, das allenfalls als <a href="Utopie" title="Utopie">Utopie</a> einer totalen Zwangsordnung mit geringen <a href="Residualrecht" title="Residualrecht">Residualrechten</a> der Bevölkerung greifbare Gedanken aufwies“, ab.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Christian Striefler folgt in seiner bei <a href="Ernst_Nolte" title="Ernst Nolte">Ernst Nolte</a> entstandenen Dissertation dagegen Bests Argumentation vor Gericht und hält die Dokumente für eine bloße „<a href="Pr%C3%A4ventivschlag" title="Präventivschlag">präventive</a> Überlegung für das Verhalten nach einem geglückten kommunistischen Aufstand“, durch den viele Nationalsozialisten „schneller zum Ziel“ zu kommen glaubten.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bests Biograph <a href="Ulrich_Herbert" title="Ulrich Herbert">Ulrich Herbert</a> meint dagegen, das in den Dokumenten ausgemalte Szenario eines Linksputsches sei lediglich vorgeschoben. Es „verlieh vielmehr den <a href="Gewalt" title="Gewalt">Gewaltphantasien</a> der Rechten ein legalistisches Gewand, in dem es die Rechtsdiktatur zur defensiven Notstandsmaßnahme stilisierte und so radikales, brutales Handeln und die Wahrung der ‚rechtlichen Formen‘ miteinander verband“.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Bernt_Engelmann" title="Bernt Engelmann">Bernt Engelmann</a>: Einig gegen Recht und Freiheit. Ein deutsches Geschichtsbuch. Teil 2, Steidl, Göttingen 1998, ISBN 3882433574.</li>
<li><a href="Ulrich_Herbert" title="Ulrich Herbert">Ulrich Herbert</a>: <i>Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903 bis 1989</i>. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1996, ISBN 3-8012-5030-X.</li>
<li><a href="Johannes_H%C3%BCrter" title="Johannes Hürter">Johannes Hürter</a>: <i>Wilhelm Groener. Reichswehrminister am Ende der Weimarer Republik (1928–1933)</i>. R. Oldenbourg, München 1993, ISBN 3-486-55978-8 (= Beiträge zur Militärgeschichte, hg. v. <a href="Milit%C3%A4rgeschichtliches_Forschungsamt" title="Militärgeschichtliches Forschungsamt">Militärgeschichtlichen Forschungsamt</a>, Bd. 39).</li>
<li><a href="Gotthard_Jasper" title="Gotthard Jasper">Gotthard Jasper</a>: <i>Die gescheiterte Zähmung. Wege zur Machtergreifung Hitlers 1930–1934</i>. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-518-11270-8 (edition suhrkamp 1270, neue folge 270).</li>
<li><a href="Martin_Loiperdinger" title="Martin Loiperdinger">Martin Loiperdinger</a>: <i>Das Blutnest vom Boxheimer Hof. Die antifaschistische Agitation der SPD in der hessischen Hochverratsaffäre</i>. In: <a href="Eike_Hennig" title="Eike Hennig">Eike Hennig</a> (Hrsg.): <i>Hessen unter dem Hakenkreuz. Studien zur Durchsetzung der NSDAP in Hessen</i>. Insel, Frankfurt am Main 1983, S. 433–486.</li>
<li><a href="Gerhard_Schulz_(Historiker)" title="Gerhard Schulz (Historiker)">Gerhard Schulz</a>: <i>Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933</i>. Walter de Gruyter, Berlin, New York 1992, ISBN 3-11-013525-6 (= Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik, Bd. 3).</li>
<li><a href="Thilo_Vogelsang" title="Thilo Vogelsang">Thilo Vogelsang</a>: <i>Reichswehr, Staat und NSDAP. Beiträge zur deutschen Geschichte 1930–1932</i>. Stuttgart 1962 (= Quellen zur Zeitgeschichte, Bd. 11).</li>
<li><a href="Heinrich_August_Winkler" title="Heinrich August Winkler">Heinrich August Winkler</a>: <i>Weimar 1918–1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie</i>. C. H. Beck, München 1993, ISBN 3-406-37646-0.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Hubert Beckers: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/das-boxheimer-dokument-vom-november-1931/">Das Boxheimer Dokument vom November 1931</a></i> auf zukunft-braucht-erinnerung.de</li>
<li>Gerhard Altmann, Arnulf Scriba: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/innenpolitik/boxheimer-dokumente.html">Die „Boxheimer Dokumente“</a></i>. <a href="Lebendiges_Museum_Online" title="Lebendiges Museum Online">LeMO</a>, 14. September 2014</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Gotthard_Jasper" title="Gotthard Jasper">Gotthard Jasper</a>: <i>Die gescheiterte Zähmung. Wege zur Machtergreifung Hitlers 1930–1934</i>. edition suhrkamp 1270, neue folge 270, Frankfurt am Main 1986, S. 63–72; Gerhard Schulz: <i>Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933 (=Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik</i>, Bd. 3). Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York 1992, S. 608 f.; Johannes Hürter: <i>Wilhelm Groener. Reichswehrminister am Ende der Weimarer Republik (1928–1933) </i>. R. Oldenbourg Verlag München 1993, S. 314–324.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"> Gerhard Schulz: <i>Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933 (=Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik</i>, Bd. 3), Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York 1992, S. 601 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"> Johannes Hürter: <i>Wilhelm Groener. Reichswehrminister am Ende der Weimarer Republik (1928–1933)</i>, R. Oldenbourg Verlag München 1993, S. 317.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinrich Brüning: <i>Memoiren 1918–1932</i>, DVA, Stuttgart 1970, S. 463.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Herbert: <i>Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903 bis 1989</i>, Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1996, S. 115.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Werner Best: <i>… wird erschossen. Die Wahrheit über das Boxheimer Dokument</i>, Mainz 1932</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"> <i>Die Boxheimer Dokumente</i>, in: Das Parlament, 3. Jahrgang, Heft 3 vom 18. März 1953, S. 2.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernt Engelmann: <i>Einig gegen Recht und Freiheit. Ein deutsches Geschichtsbuch. Teil 2</i>, Steidl Verlag, Göttingen 1998, S. 165.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart. Eine Urkunden und Dokumentensammlung zur Zeitgeschichte</i>, hg. v. Herbert Michaelis und Ernst Schraepler, Bd. 7: <i>Die Weimarer Republik. Vom Kellogg-Pakt zur Weltwirtschaftskrise 1928–30. Die innenpolitische Entwicklung</i>, Dokumenten-Verlag Dr. Herbert Wendler & Co., Berlin o. J., S. 377 ff. Hier die Zitate; vgl. <a href="Karl_Dietrich_Bracher" title="Karl Dietrich Bracher">Karl Dietrich Bracher</a>: <i>Die Auflösung der Weimarer Republik. Eine Studie zum Problem des Machtverfalls in der Demokratie</i>, Taschenbuchausgabe, Droste Verlag Düsseldorf 1984, S. 381 f.; Gerhard Schulz: <i>Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933 (=Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik</i>, Bd. 3), Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York 1992, S. 605.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Susanne Meinl: <i>„Das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen der in Deutschland aufhältlichen Angehörigen des jüdischen Volkstums ist beschlagnahmt“. Antisemitische Wirtschaftspropaganda und völkische Diktaturpläne in den ersten Jahren der Weimarer Republik</i>, in: Irmtrud Wojak und Peter Hayes (Hrsg.): <i>„Arisierung“ im Nationalsozialismus. Volksgemeinschaft, Raub und Gedächtnis</i>, Campus-Verlag, Frankfurt/Main und New York 2000, S. 46.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="J%C3%BCrgen_Matth%C3%A4us" title="Jürgen Matthäus">Jürgen Matthäus</a>: <i>Boxheimer Dokumente.</i> In: <a href="Enzyklop%C3%A4die_des_Nationalsozialismus" title="Enzyklopädie des Nationalsozialismus">Enzyklopädie des Nationalsozialismus</a>, hg. v. <a href="Wolfgang_Benz" title="Wolfgang Benz">Wolfgang Benz</a>, <a href="Hermann_Graml" title="Hermann Graml">Hermann Graml</a>, <a href="Hermann_Wei%C3%9F_(Historiker)" title="Hermann Weiß (Historiker)">Hermann Weiß</a>, Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 400.</span>
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<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Martin Loiperdinger: <i>Das Blutnest vom Boxheimer Hof. Die antifaschistische Agitation der SPD in der hessischen Hochverratsaffäre</i>. In: Eike Hennig (Hrsg.), <i>Hessen unter dem Hakenkreuz</i>, Frankfurt am Main 1983, S. 434.</span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Deutsche Zeitung vom 27. November 1931, zit. bei Tilman Koops (Hrsg.): <i><a href="Akten_der_Reichskanzlei" title="Akten der Reichskanzlei">Akten der Reichskanzlei</a>. Weimarer Republik. Die Kabinette Brüning I und II</i>, Boldt Verlag, Boppard 1982/1990, Nr. 572, Anm. 3 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/bru/bru3p/kap1_1/para2_58.html?highlight=true&search=boxheim&stemming=true&pnd=&start=&end=&field=all#highlightedTerm">online</a></span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Cuno Horkenbach (Hrsg.): <i>Das Deutsche Reich von 1918 bis heute</i>, Bd. 2, Verlag für Presse, Wirtschaft und Politik, Berlin 1934, S. 292.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Herbert: <i>Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903 bis 1989</i>, Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1996, S. 449.</span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"> Erich Eyck: <i>Geschichte der Weimarer Republik</i>, Stuttgart 1959 Bd. 2, S. 418.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Heinrich_August_Winkler" title="Heinrich August Winkler">Heinrich August Winkler</a>: <i>Der Weg in die Katastrophe. Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik 1930–1933</i>, Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1990, S. 448.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Carl_von_Ossietzky" title="Carl von Ossietzky">Carl von Ossietzky</a>, „Der Weltbühnen-Prozeß“, in: Die Weltbühne, 1. Dezember 1931, S. 803–811.</span>
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<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Hermann Graml: <i>Zwischen Stresemann und Hitler. Die Außenpolitik der Präsidialkabinette Brüning, Papen und Schleicher</i> (=Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Bd. 83), Oldenbourg Verlag München 2001, S. 180.</span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Claus W. Schäfer: <i>André François-Poncet als Botschafter in Berlin (1931–1938)</i>, Oldenbourg Verlag 2004, S. 154.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Philipp Heyde: <i>Frankreich und das Ende der Reparationen 1930–1932</i>, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 1 (2000), S. 59.</span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Tilman Koops (Hrsg.): <i>Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik. Die Kabinette Brüning I und II</i>, Boldt Verlag, Boppard 1982/1990, Nr. 574, Anm. 15 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/bru/bru3p/kap1_1/kap2_60/para3_3.html#d8e63">online</a></span>
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<li id="cite_note-hb463f-23"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-hb463f_23-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-hb463f_23-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Heinrich Brüning: <i>Memoiren 1918–1932</i>, DVA Stuttgart 1970, S. 463 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Manuel Opitz: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.geo.de/wissen/weltgeschichte/robert-kempner-wollte-die-nsdap-1930-verbieten-lassen-und-scheiterte-35716014.html"><i>Robert Kempner: Dieser Jurist kämpfte 1930 für ein NSDAP-Verbot. Die Geschichte eines Scheiterns.</i></a> <a href="Geo_(Zeitschrift)" title="Geo (Zeitschrift)">Geo</a>, 13. Mai 2025.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Schulz: <i>Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933 (=Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik</i>, Bd. 3), Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York 1992, S. 606 f.</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Johannes Hürter: <i>Wilhelm Groener. Reichswehrminister am Ende der Weimarer Republik (1928–1933)</i>, R. Oldenbourg Verlag München 1993, S. 318.</span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090626235037/http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/drittes-reich/der-uebergang-zur-praesidialdiktatur/590.html">Hubert Beckers: <i>Das Boxheimer Dokument vom November 1931</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 26. Juni 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), auf zukunft-braucht-erinnerung.de (Zugriff am 21. August 2012).</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Schulz: <i>Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933 (=Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik</i>, Bd. 3), Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York 1992, S. 608.</span>
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<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Staat und NSDAP 1930–1932. Quellen zur Ära Brüning</i>, bearb. v. Ilse Maurer und Udo Wengst, Düsseldorf 1977, (= <i>Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien</i>, Reihe III, Bd. 3), Droste Verlag, Düsseldorf 1977, S, 258</span>
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<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Striefler: <i>Kampf um die Macht. Kommunisten und Nationalsozialisten am Ende der Weimarer Republik</i>, Propyläen Verlag, Berlin 1993, S. 298.</span>
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<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl Dietrich Bracher: <i>Die Auflösung der Weimarer Republik. Eine Studie zum Problem des Machtverfalls in der Demokratie</i>, Taschenbuchausgabe, Droste Verlag Düsseldorf 1984, S. 381 f.</span>
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<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Erich Eyck: <i>Geschichte der Weimarer Republik</i>, Stuttgart 1959 Bd. 2, S. 418.</span>
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<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinrich August Winkler: <i>Der Weg in die Katastrophe. Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik 1930–1933</i>, Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1990, S. 449.</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Schulz: <i>Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933 (=Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik</i>, Bd. 3), Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York 1992, S. 606.</span>
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<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Striefler: <i>Kampf um die Macht. Kommunisten und Nationalsozialisten am Ende der Weimarer Republik</i>, Propyläen Verlag, Berlin 1993, S. 298.</span>
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<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Herbert: <i>Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903 bis 1989</i>, Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1996, S. 115.</span>
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